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Fast Fashion und woher kommt unsere Kleidung!

Das meist gekaufte sind wohl Kleidungsstücke. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie günstig wir fast überall und zu jeder Zeit Anziehsachen shoppen können. Bei H&M, Primark und Zara landen Woche für Woche neue Kollektionen zu unschlagbaren Preisen in den Läden. Dort gibt es eine riesen Auswahl an T-Shirts, Hosen und Kleidern – so günstig, dass die meisten Leute sie einfach kaufen, ohne darüber nachzudenken, ob sie die neue Klamotte wirklich brauchen. Und so landet ständig ein neues Teil im Schrank.

Die meisten Menschen besitzen mehr Anziehsachen, als sie brauchen.  So kommt es, dass durchschnittlich jedes 5. Kleidungsstück ungetragen zu Hause liegen bleibt! Und weil bei dem vielen Kaufen der Kleiderschrank schnell mal aus allen Nähten platzt, wird regelmäßig aussortiert und weggeschmissen, was nicht mehr gefällt. Diese Kurzlebigkeit in unseren Schränken hat allerdings ziemlich schlimme Folgen.


Fast Fashion (Englisch: schnelle Mode) nennt sich das Prinzip, bei dem Textilkonzerne andauernd neue Kollektionen in die Läden bringen, um die Käuferinnen und Käufer möglichst oft in die Geschäfte zu locken. Dort wartet immer wieder ein neues Schnäppchen.

Wirft man allerdings mal einen Blick auf das Zettelchen im Inneren der Klamotte, stehen da nicht selten Sätze wie "Made in Bangladesch", "Made in Kambodscha" oder „Made in India“. Klar, irgendwo müssen die günstigen Fummel ja herkommen. Dort jedoch nähen Arbeiterinnen und Arbeiter Kleidung für viele westliche Textilkonzerne unter katastrophalen Bedingungen: 10 bis 12 Stunden täglich sitzen sie an den Nähmaschinen und kriegen dafür sehr wenig Geld. Das durchschnittliche Monatsgehalt einer Näherin in Bangladesch liegt bei etwa 60 Euro. Das macht einen Stundenlohn von 20 Cent. In anderen Ländern sieht es etwas besser, aber dennoch ähnlich aus. Logisch, denn anders kämen die günstigen Preise der Klamotten ja gar nicht zustande.


Damit die Kleidung pünktlich fertig für den Versand ist, müssen viele Näherinnen bis Mitternacht in den Textilfabriken arbeiten. Diese Fabriken sind allerdings oft in sehr schlechten Zuständen. Die Gebäude sind nicht sicher: Sie sind brüchig oder haben nicht genügend Notausgänge. Im Jahr 2013  gab es in Rana Plaza, Bangladesch ein großes Fabrikunglück. Wegen ihres schlechten Zustands stürzte eine Fabrik ein und mehr als 1100 Menschen kamen ums Leben. In Rana Plaza ließen Firmen wie KiK und Mango produzieren.

Nach diesem Ereignis haben sich die Bedingungen in vielen Fabriken zwar verbessert, sind aber immer noch oft mangelhaft. Dazu kommt, dass viele Arbeiter kaum eine Möglichkeit haben, sich gegen diese Bedingungen zu wehren. Erst vor zwei Jahren wurden nach Demonstrationen in Bangladesch rund 2000 Arbeiterinnen und Arbeiter entlassen. Einige bekommen nun nirgends mehr einen Job. Dass die Arbeitsbedingungen so schlecht sind, ist für viele Näherinnen und Näher sehr schlimm. Oft brauchen sie Geld und haben keine andere Wahl, als sich diesen Gefahren auszusetzen. Den meisten großen Textilkonzernen ist das egal und sie nutzen die Situation der Näherinnen aus. Nur sehr wenige von ihnen haben bisher die Situation vor Ort wesentlich verbessert.


KINDERARBEIT

In vielen Ländern, unter anderem Bangladesch und Indien, müssen auch Kinder in den Textilfabriken arbeiten. Dort werden schon Kinder beschäftigt, die zehn Jahre oder jünger sind. Sie arbeiten in Fabriken, statt zur Schule zu gehen. Fast die Hälfe der über 14-jährigen Jugendlichen in Bangladesch arbeitet in den Textilfabriken. In der Hauptstadt von Bangladesch, Dhaka, arbeiten zwei von drei Mädchen in der Textilindustrie. Auch in Südindien arbeiten vielen Mädchen in den Fabriken. Haben sie den Vertrag erstmal unterschrieben, sind sie gezwungen, dort mindestens 3 Jahre zu arbeiten. Die Arbeitsbedingungen sind sehr schlecht. Sie haben kaum Pausen und es gibt sehr wenig zu essen.


Schlecht für die Umwelt

Viele Kleidungsstücke werden aus Stoffen wie Baumwolle hergestellt. Der Anbau von Baumwolle und anderen Naturfasern ist allerdings oft sehr umweltschädlich. Beim Anbau werden große Mengen Pestizide eingesetzt, die Seen und Flüsse verschmutzen. Außerdem wird extrem viel Wasser benötigt: Allein für die Produktion einer einzigen Jeans werden rund 7000 Liter (ca. 47 Badewannen) Wasser verbraucht. Auch bei der Herstellung  von Chemiefasern (wie Polyester) wird Abwasser durch die Chemikalien belastet. Auch zum Einfärben und Bedrucken der Kleidung werden Chemikalien verwendet, von denen viele giftig sind. Man kann sie oft in Flüssen im Umkreis der Fabriken nachweisen.


Quelle :www.kindersache.de/bereiche/wissen/natur-und-mensch/wo-kommt-unsere-kleidung-her


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